Gesundheit deiner Familie organisieren
Darum geht es
In diesem Artikel zeige ich dir, was in einen Familien-Gesundheitsplaner gehört, wie du ihn aufbaust und welche Fehler du dabei vermeiden solltest. Ob analog oder digital — am Ende hast du ein System das wirklich funktioniert und dir dauerhaft Mental Load abnimmt.
- Ein zentrales System schlägt viele Einzellösungen — ein Ort für alle Gesundheitsinfos der Familie spart Zeit und Nerven
- Mehr als nur Termine — ein Familien-Gesundheitsplaner umfasst auch Medikamente, Ärzte, Impfstatus und Notfallkarten
- Familie als Einheit denken — alle sollen Zugriff haben, nicht nur du
- Analog oder digital — das beste System ist das das wirklich benutzt wird
- Klein anfangen reicht — du musst nicht alles auf einmal aufbauen, ein Termin oder eine Notiz ist schon ein Anfang
Warum überhaupt die Familiengesundheit organisieren?
Stell dir vor, du bist auf der Arbeit und dein Mann muss dein Kind vom Kindergarten abholen und zum Arzt fahren, weil es gestürzt ist und der Arm sehr schmerzt. Da du diese Dinge meistens übernimmst, weißt du genau, was du brauchst und wo du was findest. Aber weiß dein Mann das auch? Dabei geht es um Fragen wie: Hat Ihr Kind Allergien? Welche Medikamente nimmt Ihr Kind? Wie ist der Impfstatus Ihres Kindes?
Vielleicht weiß dein Mann all das genauso gut wie du, und es ist überhaupt kein Problem, aber was, wenn nicht? Genau in solchen Fällen macht sich ein Gesundheitsplaner für die Familie bezahlt. Darin trägst du genau diese Informationen ein. Nicht aufwändig und super ausführlich, aber so, dass alles drin ist, was nötig ist.
Wie ich das für meine Familie gemacht habe und du es auch machen kannst, zeige ich dir in diesem Blogartikel.
Was gehört alles zur Familiengesundheit?
Du hast bei meinem Beispiel schon grob gesehen, was in einen Familien-Gesundheitsplaner hinein gehört. Was alles dazu gehört und worauf es im Detail ankommt, zeige ich dir jetzt.
Medizinische Termine für die Familie an einem Ort verwalten
Der Kern eines Systems, das nicht nur aus medizinischen Informationen und Daten besteht, sondern lebt, ist der Terminkalender. Darin werden alle Termine und Erinnerungen mit medizinischem Bezug eingetragen. Egal, ob Impftermin, Vorsorgeuntersuchung oder Arzttermin. Alles würde ich im Kalender notieren. Du hast dadurch nicht nur die kommenden Termine im Blick, sondern weißt auch, wann die letzte Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt war, oder wann du zum Beispiel wieder ein Rezept brauchst.
Medikamente im Überblick
Zusätzlich kommt eine Übersicht dazu, welche Medikamente in deiner Familie genommen werden. Das geht von einfachen Dingen wie Folsäure-Präparaten in der Schwangerschaft bis hin zu Herzmedikamenten. Alles wird notiert. Inklusive der Dosierung, wofür das Medikament genommen wird, die Dauer, wen es betrifft und was sonst noch wichtig ist. Es ist auch sinnvoll, dass du Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen notierst. Mit dieser Übersicht hast du nicht nur einen Überblick für dich. Du hast es auch griffbereit, wenn du bei der Ärztin bist und sie die Informationen braucht.
Übersicht über Ärzte und Praxen
Über Ärzte gesprochen. Ein weiterer Aspekt des Gesundheitsplaners ist eine Übersicht aller Ärzte, Praxen, Krankenhäusern etc. bei denen ihr in Behandlung seid. Dort schreibst du dann vor allem wichtige Kontaktdaten auf, wie Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse. Zusätzlich kannst du bestimmte Besonderheiten notieren. Zum Beispiel, wer die Urlaubsvertretung ist. Mit dieser Übersicht musst du nicht mehr lange nach Telefonnummern googeln, sondern hast alles direkt griffbereit.
Impfstatus der einzelnen Familienmitglieder
Ein weiterer wesentlicher Teil ist eine Zusammenfassung des Impfstatus jedes Familienmitglieds. Damit kannst du zum Beispiel abhaken, wenn dein Kind eine Impfung erhalten hat, du kannst dir aber auch direkt notieren, wann eine Auffrischimpfung wie Tetanus notwendig ist. Da Impfungen, vor allem im Erwachsenenalter, oft Jahre auseinander liegen, werden sie oft vergessen. Eine Übersicht mit allen Fälligkeiten ist da sehr praktisch. Du kannst auch da noch weitere Details wie den genauen Impfstoff, oder so notieren.
Notfallkarte: das Wichtigste für den Notfall auf einen Blick
Als letzter, aber alles andere als unwesentlicher Teil, gehört eine Notfallkarte in deinen Familien-Gesundheitsplaner. Das ist ein Steckbrief, den du für jedes Familienmitglied anlegst. Darin notierst du dann alles, was du im Notfall auf einen Blick wissen musst. Dazu gehören naheliegende Dinge wie Geburtsdatum oder Allergien, aber auch Notfallkontakte, Sorgeberechtigte bei Kindern, oder auch Medikamente, die die Person braucht. Also eine kurze, aber vollständige Notfall-Übersicht. Es ist besonders wichtig, dass du das auch für dich selbst anlegst! Häufig vergessen wir uns, aber weiß dein Partner auch spontan deine gesundheitlichen Details?
Die Familie als Einheit bei der Planung
Wenn du am Anfang beim Lesen gedacht hast, dass da ein Kalender pro Person doch ausreicht, denkst du jetzt wahrscheinlich anders. Es sind nicht nur Termine, die in deinen Familien-Gesundheitsplaner eingetragen werden sollen. Ich bin mir sicher, dass du fast alle Informationen auch so weißt, oder nachsehen kannst. Es ist aber deutlich komfortabler und einfacher, wenn du sie an einem zentralen Ort ablegst.
Beim Planer geht es nicht darum, einfach alle Termine einzuplanen. Vielmehr ist deine Familie eine Einheit, die du als solche berücksichtigst. Kinder brauchen andere Informationen und Untersuchungen wie Erwachsene. Zudem geht es darum, dass die gesamten medizinischen Details deiner Familie an einem zentralen Ort sind. Damit kann jeder direkt nachsehen, wenn er etwas wissen muss. Das Wissen ist nicht verteilt, sondern gebündelt und du musst nicht wegen jeder Information gefragt werden.
Analog oder digital? Was funktioniert für dich und deine Familie?
Wie genau du das dann umsetzen möchtest, ist komplett dir überlassen. Du kannst einen klassischen Gesundheits-Ordner anlegen, in dem du dann einen Kalender für die Termine hast und weitere Register für die einzelnen Familienmitglieder. Der Vorteil ist, dass du dann auch direkt Impfpässe oder U-Hefte darin abheften kannst. Der Nachteil meiner Meinung nach ist aber ganz eindeutig, dass du nur vor Ort Zugriff auf die Informationen hast. Gerade unterwegs und wenn es schnell gehen muss, wären wir froh, wenn wir direkt an die gesuchte Notiz kommen können.
Um das zu ermöglichen, musst du die Gesundheit deiner Familie digital organisieren bzw. strukturieren. Das fängt bei Notizen- und Kalender-App an und hört bei Systemen wie Notion auf. Was du dafür genau verwenden möchtest und wie du es strukturierst liegt ganz bei dir. Das Wichtigste ist, dass es ein System ist, das auch wirklich benutzt wird. Die Vorlieben sind da bei jedem anders.
Die häufigsten Fehler bei der Gesundheitsorganisation
Auch wenn es nicht viel gibt, was du bei der Strukturierung der Familiengesundheit falsch machen kannst, möchte ich dir trotzdem noch ein paar Dinge mitgeben, auf die du achten solltest.
Versuche gar nicht alles im Kopf behalten zu wollen. Das funktioniert nicht. Spätestens mit Kindern wird es so viel an das du gleichzeitig denken musst, dass du immer irgendetwas vergessen wirst. Obwohl es sich banal anhört, notiere dir alles, ja wirklich alles zu gesundheitlichen Themen in deinem Gesundheitsplaner. Egal wie sehr du denkst, dass du dich daran erinnern kannst, oder wie nebensächlich die Information ist. Später wirst du froh sein, wenn du es aufgeschrieben hast und nachschauen kannst. Auch dein Mental Load wird dadurch spürbar weniger. Sobald du etwas aufgeschrieben hast, musst du nicht mehr daran denken und dafür Energie aufwenden.
Versuche alles was zu medizinischen Themen gehört, wirklich an einem Ort zu sammeln und dort alles zu pflegen. Sobald du zu viele Apps, Ordner oder Zettel hast, verlierst du schnell den Überblick. Du bist dann viel mit Suchen beschäftigt und genervt, wenn du nichts finden kannst. Ich spreche dann nicht davon, dass es zu viel ist, wenn du eine Notizen-App für Informationen und eine Kalender-App für die Termine verwendest. Aber sobald es unübersichtlich wird und sich die Zettel stapeln, ist es zu viel.
Der nächste Tipp ist auch naheliegend, wird aber teilweise vielleicht vergessen: Gib deinem Partner Zugriff auf das System! Bei einem physischen Ordner ist das noch relativ leicht und er muss nur den Ordner zur Hand nehmen. Sobald du aber einen digitalen Kalender oder sogar ein System wie Notion verwendest, denk daran, ihm Zugriff zu geben. Wobei es wichtig ist, dass er nicht nur Zugriff hat, sondern sich auch aktiv daran beteiligt. Also er beispielsweise Termine, oder Infos über Medikamente nach einem Arztbesuch auch einträgt.
Damit komme ich auch schon zum Wichtigsten Punkt: nutze das System auch nach dem Aufbau! Pflege es, trage Termine und Informationen ein. Und wenn dich etwas stört und du umständlich findest oder nicht verwendest, passe das System an. Es muss zu deiner Familie passen, nicht umgekehrt.
So startest du in die Organisation der Gesundheit deiner Familie
Das waren jetzt sehr viele Details und Ratschläge, wie du die gesundheitlichen Aspekte deiner Familie organisieren kannst. Doch wie kannst du starten, ohne dass es gleich mehrere Tage Informationen sammeln und strukturieren bedeutet? Denn dafür hast du vermutlich keine Zeit. Daher mein Rat: starte mit dem Bereich, der am dringendsten ist. Kommst du gerade vom Arzt und hast einen neuen Termin, sowie ein Medikament verschrieben bekommen? Plane direkt den Termin ein und notiere dir die Details zum Medikament. Damit ist der erste Schritt schon gemacht.
Sobald dann weitere Dinge dazu kommen, nimmst du sie auch mit auf. Du wirst dann merken, welche Informationen du wie speichern und notieren möchtest.
Es ist ein minimaler Anfang, der dir aber sofort hilft. Das System kannst du dann nach und nach aufbauen und erweitern.
Diese Tools und Hilfsmittel können dir bei der Familien Gesundheitsplanung helfen
Gleich am Anfang würde ich einen Kalender für deine Familie einrichten. Dafür kannst du zum Beispiel Google Calendar verwenden, oder auch den Kalender von iOS (Apple), wenn ihr alle ein iPhone nutzt. Vielleicht habt ihr bereits einen Kalender, in den ihr die Familientermine eintragen könnt? Lege direkt eine weitere Ansicht für die medizinischen Termine an und richte die Freigaben ein, sodass ihr alle Zugriff darauf habt.
Auch für viele Notizen Apps gibt es die Möglichkeit Notizen zu teilen oder gemeinsam daran zu arbeiten. Du könntest die Informationen wie Impfstatus oder Medikamente auch in ein Google Doc oder Word Dokument eintragen. Auch hier gibt es die Möglichkeit, es zu teilen und gemeinsam daran zu arbeiten.
Es gibt sehr viele Arten ein Familien Gesundheitssystem aufzubauen. Es kommt immer auf die eigenen Vorlieben an. Ich persönlich nutze für meine Familie Notion. Das basiert auf Datenbanken, die man beliebig erweitern und auch verknüpfen kann. Dort habe ich einen Familien-Gesundheitsplaner gebaut, in dem Termine automatisch mit dem Kalender am Handy synchronisiert werden, Familienmitglieder angelegt werden können, zugehörige Informationen wie Medikamente, Impfungen etc. direkt den Personen zugewiesen werden können, etc.
Wenn du dir das System ansehen möchtest, kannst du gerne unten klicken. Dort kannst du es kaufen und dir auch ein Video ansehen, in dem die einzelnen Abschnitte zu sehen sind.
Fazit
Die Gesundheit deiner Familie zu organisieren bedeutet nicht dauerhaft mehr Arbeit und Aufwand. Vielmehr baust du das System einmal und dann arbeitet es für dich. Du musst dir nicht mehr alles merken und im Notfall nach Informationen suchen. Zudem hat dein Partner auch die wichtigen Infos zur Verfügung und ist direkt mehr involviert.
Starte klein, ein Termin, oder die wichtigsten Angaben in die Notfallkarte. Schon das macht einen Unterschied.
Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel Klarheit für die Strukturierung und Planung euer Familiengesundheit geben kann.
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